Tübingen, 30.10.11
Auf Tour zu sein ist ein Abenteuer – das Leben scheint bunter, voller, reicher, vielseitiger, schneller und lustiger. Manchmal erscheint es mir wie ein großer Traum, in dem ich aufwache und in der nächsten Traumetage bin, und wieder aufwache, aufwache, aufwache. Mein Herz und Geist sind voller Menschen, den Menschen, die zu unseren Konzerten und Mantra Yoga Stunden kommen, ein bisschen intensiver die Menschen, mit denen wir nach den Konzerten erzählen und Ideen und Pläne in die Luft werfen, wo sie wie große schillernde Luftblasen auf uns warten, zerplatzt zu werden und das, was wir Realität nennen, zu fallen und fassbar werden. Ich liebe es, diese Luftblasen zu beobachten, was sie mit mir machen, wie sie meine Fantasie kitzeln. Es ist ein wohliges Gefühl, wenn ich Ideen mit den Menschen verbinden kann, mit denen sie entstanden sind, ein wahrer Segen. Und auch, wenn ich an die Menschen denke, die diese Ideen mit uns erleben werden. Mein Herz ist voller bunter Bilder, voller Melodien und Wörtern, die warten, geboren zu werden. Die warten, dass ich mich in mich selbst zurückziehe, damit sie Stille und Leere haben, um aufzutauchen. Damit sie jeder hören kann, und sehen und fühlen. Diese Momente sind selten und kostbar, besonders, wenn wir auf Tour sind. Manchmal habe ich das Gefühl, gleich zu platzen, wenn ich nicht was schreiben kann, was verarbeiten kann, was in mir sacken lassen kann. Geht es Euch auch manchmal so, wenn ihr unterwegs seid?

Buddha genießt das Sonnenlicht und Inneren Frieden im Namaste Studio Tübingen
Seit 16 Tagen sind wir jetzt unterwegs, haben in Jena angefangen, sind dann nach Fellbach bei Stuttgart, von da nach Holland, zurück nach Düsseldorf, Essen, Köln und Bonn, über Böblingen bis hierher nach Tübingen. Hinter uns liegen 7 Konzerte und 6 Mantra Yoga Stunden. Heute Abend spenden wir den Erlös der Mantra Yoga Stunde zusammen mit dem Namaste Studio Tübingen an krebskranke Kinder.
Als wir am 14.10.11 losfuhren, baute Ben am gleichen Morgen noch schnell ein Bett in unseren Bus. Ben: “Naja, Bett ist auch eher übertrieben – es sind zwei Klappmatratzen auf einer MDF Platte mit so einer Art Gestell, damit das Equipment noch passt. Egal, was tut man nicht alles für Freiheit und Unabhängigkeit
” Gebraucht haben wir es zum Glück noch nicht, denn bis jetzt waren alle so herzlich und gastfreundlich und boten uns immer ihre Studios oder Wohnzimmer zum Übernachten an. Gleich zu Anfang der Tour trafen wir Florian und Katrin von Anandini in Stuttgart und plauderten unter Mantra Musikern. Ihre Musik bereichert jetzt unsere Autofahrten und wir freuen uns auf das, was aus unserer Verbindung enstehen kann. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie andere Musiker arbeiten und sich verwirklichen, ihre Herzen sprechen lassen.
In Fellbach im Vyana Yoga wurden wir gefeiert. Viele hielten uns für berühmt und sahen uns auf gleicher Stufe wie Deva Premal und Satyaa und Pari. Das fühlte sich gut an und besonders die Veröffentlichungen über uns in der Yoga aktuell und dem Yoga Journal haben viel dazu beigetragen, dass viele Leute uns jetzt anders sehen. Es berührt uns sehr, was unsere Zuhörer nach den Konzerten zu uns sagen oder in unser Gästebuch schreiben. Das sind die Momente, für die unsere Musik lebt, wo wir mit allen Sinnen wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese Momente sind mit den größten Geschenke, die wir als Musiker bekommen. Zu sehen, dass unsere Musik wirkt, hilft, verändert, heilt, löst, inspiriert, berührt und beseelt.
Ben: “Die tollen Menschen in Fellbach haben uns ein unvergessliches Konzert beschert und wir kommen 2012 gerne wieder
. Karin hat uns nach dem Konzert noch zum Essen eingeladen und wir konnten spontan bei Matthias, einem ihrer Yoga Schüler, übernachten. Einfach so und herrlich unkompliziert. Die Fahrt nach Oestgeest in Holland war völlig entspannt und wir wurden derweil von den Helden, Thrice, Mankell und Jo Nesbø gut unterhalten.”
Aleah: Thrice hören und Jo Nesbø lesen wächst nur auf Ben’s Mist.
Morgens noch in Deutschland, abends in Holland. Ich habe meinen Freund James vor über 2 Jahren das letzte Mal auf Hawai’i gesehen. Damals inspirierte er mich dazu, Schlaflieder für Kinder, inspiriert von der Insel, zu komponieren, und die CD „Feel yourself good“ entstand daraus. Jetzt sind wir in Holland, 2 Pärchen und ständiges Rumgealbere, tausend Ideen, gutes Essen, und das Gefühl, bei ihm zuhause zu sein. Ankommen, wohfühlen, in Erinnerungen ans Paradies Hawai’i zu schwelgen. Und die chaotische Maaike. James, der Marketing Master. Mit ihm und unseren Inspirationen entwickeln wir eine neue Bühnenshow, schreiben ein kontroverses spirituelles Lied – „God is kinky“ – (ihr werdet es bald live hören), und üben Kalei Aloha, mit ihm als Gastmusiker auf der Ukulele. Das Mantra Konzert im Sunshine Yoga in Den Haag ist purer Spaß. Mit unserer neuen Show geht es erst nach innen in die Tiefe und dann nach außen in die Freude. Alle tanzen, lachen, singen. Und Jacqui, die Besitzerin des Studios, ist gesund verrückt. Das Studio ist randvoll beim Mantra Yoga. Das ist ihr in den ganzen 3 Jahren, wo sie das Studio schon hat, noch nie passiert. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Es ist so wunderbar, Freunde zu haben.

ein stolzer Moment
Ich brauchte 2 Tage, um wirklich wieder anzukommen. Es fühlte sich so an, als sei ein Teil von mir in Holland hängengeblieben. Ich vermisste James’ Humor und die Leichtigkeit unseres Zusammenseins. Und ich war so froh, dass auch Ben und er sich super verstanden. Wie zwei Seelenbrüder.
Ben: “Holland war enorm witzig. Diese Sprache
Allein der Ort in dem wir zu Gast waren, Oestgeest. Die halbwegs korrekte Aussprache hat mich 3 Tage gekostet “Uchchtschchest” in etwa. Überhaupt, holländisch klingt beim nicht so genauen Zuhören wie eine Mischung aus Arabisch, Englisch und Plattdeutsch – das kann einer Gesangsstimme auf Dauer glaub ich nicht gut tun
. James: Oder wie leidenschaftliche Käse Esser mit Laktose Intoleranz. Sehr amüsant, das dachten die Holländer aber auch über uns. Tolles Essen – erst beim Tibeter, den nächsten Tag mit Maaike’s Familie zusammen ihren Geburtstag beim Äthiopier feiern, und so weiter – smekkte lekker
Ich freu mich schon, dass wir bald wieder dort sind. Das war richtig schön!”
In Shivas Loft in Düsseldorf war Party angesagt, direkt nach unserem Mantra Konzert. Und dann ein Sonntag mit Elke, der Besitzerin von Shivas Loft. Abends bei Tanja in Essen zum 2-jährigen Bestehen ihres in dir Yogastudios. Indisches Essen, begeisterte Zuhörer, die fast so locker waren wie die aus Den Haag, was das Tanzen und singen anging
und ein voller Yogaraum.
Am Montag waren wir bei meinem Onkel und meiner Tante in Rösrath bei Köln. Mini Familientreffen. Für ihre Kinder war es was ganz Großes. Sie wollten, dass wir bei allem dabei sind, inklusive ihrer Schlafrituale. Als wir dann noch Musik machten, waren sie ganz andächtig. Bei „Another life“ wirbelten Ursel und der kleine Mats die ganze Zeit im Kreis.
Fürstenfeldbruck – Puch , 03.11.11
Das Leben ist schön und voller hilfsbereiter Menschen! Wie Nicole vom Open Lotus in Köln. Es ist ein Segen mit ihr zu sein. Ihr Herz ist an der richtigen Stelle
Und bei ihrem Partner Werner ist es nicht anders. Dank den beiden habe ich fast eine Woche lang ein Anusara Yoga Retreat im Open Lotus genießen können, und es war genau das, was ich brauchte. Und ihre Schüler gehören zu den dankbarsten, wenn es um Mantra Yoga geht. Das Studio ist purer Luxus mit Herz. Ben und ich haben Anusara Yoga für uns entdeckt. Es ist voller Spirit und Genauigkeit, gelebter Nächstenliebe und Befreiung. Ich hab so viel gelernt und mein Herz ist voll. Wenn ihr in NRW seid, schaut auf jeden Fall beim Open Lotus in Köln vorbei!
Ben: “Köln war super und Nicole’s Studio ist ein echter Kracher inmitten der Yoga Hochburg mit über 180 Studios allein im Stadtgebiet! So herzlich und gastfreundlich – so erfrischend anders und doch auf dem Boden der Tatsachen – so luxuriös, großzügig und doch bodenständig an genau den richtigen Stellen. Ein Erlebnis – klare Empfehlung
!”
Letzte Woche haben wir 6 Tage lang Mantra Yoga oder Konzerte gegeben. Im Studio 52 ist eine super Akustik, die uns inspirierte, Videos zu drehen: Sharanagata, Durga Kali, Sarasvati und Another life unplugged.
Am Freitag waren wir im Freiraum Böblingen. Super Leute, super Essen, super Ambiente. Toll, dass sie uns für’s Diwali Fest, dem Indischen Neujahrfest, gebucht haben. In ganz Indien zünden Menschen Kerzen an, denn nur, wo Licht brennt, kommt Lakshmi, die Göttin des guten Lebens, der Fülle, des Wohlstands, des inneren und äußeren Reichtums, Gemahlin von Vishnu. Wir hatten gute Chancen auf einen Besuch
Ben: “Die indischen Götter waren auf jeden Fall da, zumindest beim Ivo in der Küche: Ich habe noch nie so leckeres indisches Essen genießen dürfen wie an diesem Abend!”
Gudrun Paul, Ladenbesitzerin von „Namaste India“ versorgte uns am nächsten Tag mit allem, was das Indien Liebhaber Herz begehrt. Wir waren drei Stunden in ihrem Laden, kauften Bühnenoutfits, Räucherstäbchen, Bindhis, Duftöle,…aaahh!
Tübingen ist so wunderschön, und wir freuten uns, dass wir dieses Mal mehr Zeit für diesen Ort hatten. Wir waren, wie im Juli, im Namaste Flow Yoga Studio, und gaben ein gemütliches Konzert. Es war schön, bekannte Gesichter zu sehen und eine freudige Überraschung für uns, als sich alle in unseren Newsletter eintrugen.
Sonntag nahmen wir uns so gut wie frei. Wir merkten beide, dass unsere Akkus mal wieder aufgeladen werden wollten, also zogen wir uns im Studio zurück, lasen und schrieben, hörten Musik, und ließen alles sacken. Mindestens einmal die Woche brauchen wir das. Einfach die Seele baumeln lassen. Mich in mein Schneckenhaus verkriechen. Die Welt draußen die Welt lassen. Ohne mich.
Abends kam ich dann langsam aus meinem Häuschen hervor, denn wir waren für die Charity Mantra Yoga Stunde eingeplant, was total easy floss. Durch die entspannte und offene Atmosphäre entwickelten wir neue Melodien und Begleitungen, was echt Spaß machte. Die Yoginis der Stunde waren so nett, dass uns fast alle von ihnen zu sich nach Hause einluden, und wir sogar ein selbstgemaltes Bild von unserem Konzert am Samstag bekamen. Fabian, ein Grafiker aus Engstingen, hat so seinen Eindruck von unserem Konzert Ausdruck verliehen. Das war ein großer Moment für uns, dieses Geschenk zu bekommen.
Ben: “Vielen Dank lieber Fabian, dass Bild ist einfach toll. Ich bin immer noch am Überlegen, wie wir das in das Konzept unserer neuen CD einfließen lassen können, aber da sprechen wir nochmal drüber
”

The Love Keys spread Love - www.fabian-ritter.de
Montag erkundeten wir den ganzen Tag Tübingen. Es ist so eine romantische Stadt! Wir waren total verzaubert. Auf Entdeckungsreise…besonders in der Dämmerung war die Stimmung anheimelnd. Man konnte sich so einfach vorstellen, wie es hier vor hunderten von Jahren ausgesehen hat. Ich fühlte mich sehr dankbar. Reich. Abends wurde ich von Bona, der Besitzerin des Namaste Studios eingeladen, bei Serhat’s Vinyasa Flow Stunde mitzumachen. Was für ein Tag!
Ben: “Also, mal ehrlich. Jeder, der die Chance hat mal ein paar Tage in Tübingen zu verbringen sollte diese nutzen. Es ist einfach eine traumhaft schöne Stadt mit netten Menschen und einer herlichen Idylle”

Selbst der trübe Herbstnebel vermag es nicht, die Schönheit dieser Satdt zu verstecken.
Aus dieser Oase führen wir Dienstag nach München zu Wolfy in die Yogerei, ein absolut nobles Yoga Studio. Zum ersten Mal, nach über 100 Studios mit Besitzerinnen, mal ein Mann. Und das sah man dem Studio an; schwarze Kissen, graue Matten, graue Wände, abgefahrenes Licht und alles total durchdesigned (obwohl das auch Frauen mit ihren Yogastudios machen;) ). Er ist Hobby Fotograf, und der Blick fürs Ausgefallene und Stilvolle war leicht erkennbar. Wir hatten eine extra Lounge mit unserem Namen an der Tür und einem Buffet. Mann, war das alles der Hammer!
Wir gaben endlich wieder einen Mantra Workshop. Ich denk dann immer an Spring, die uns in der Hinsicht so inspiriert hat. Das Konzert fühlte sich sehr tief und weit an. Feinfühlig. Wolfy begleitete uns bei zwei Stücken mit dem Didgereedoo.

Erling beim Kloster Andechs, 10.11.11
In meinem Kopf ist ein Karussell…und ich schwebe vor Freude und Liebe. So viel ist passiert in so kurzer Zeit…wir fühlen uns gesegnet, viele Türen sind aufgegangen,…das Universum hält uns in seinen Händen und schüttet Sternenstaub über uns und den Menschen um uns aus. Morgen ist der 11.11.11 und wir spielen im Jivamukti München. Mit Erhard Dengl, und ich kann es kaum glauben.
Wo fing es an?…beim Mantra Yoga im YamYoga mit Jivamukti Lehrerin Regina. Durch sie kam ich auf die Idee, Petros einfach persönlich kennenzulernen zu wollen. Das war Mittwoch. Der Raum war voller schweißgebadeter Yogis, die in einem Meer der Ujai Atmung wogten, und wir dazwischen mit den Mantras. Eine strahlende Regina. Kerzenschein. Hot & holy. Kurz vor der Mantra Yoga Stunde schrieb ich unsere erste mail an unsere zukünftige Managerin Heike Sachs. Dann ging alles rasant. München fühlt sich wie ein Hub an. Es steckt voller bekannter und berühmter Menschen, auch aus der Yoga Szene. Und München ist ein Dorf. Ein zu großes Dorf, denn Donnerstag früh waren wir froh, Richtung Fürstenfeldbruck aufzubrechen, um unseren Silenzio A&R Gunakar, seine wunderbare Frau Silke und ihre Kinder zu besuchen. Ländliche Idylle. Ein familiäres Gefühl. Schon im Sommer wurden wir ganz schnell Freunde. Jetzt konnten wir uns fallen lassen, zuhause fühlen, bis in die Nacht erzählen. Den Tag danach lud uns Gunakar im Namen seines Labels Aquarius International Music zum Inder ein. Und am gleichen Tag trafen wir Heike, vorm Yam Yoga Konzert, und es klickte sofort. Wir waren voneinander begeistert und fühlten uns gleich wohl. Wir spürten die kommende Zusammenarbeit und alles war natürlich. Das Konzert tat das übrige. Alle strahlten, funkelten und blühten auf. Es war so viel Liebe im Raum. Wir sangen, tanzten, schwitzen und lächelten in unserer Entspannung, Geborgenheit und unserem Frieden. Und Heike tat schon jetzt ganz natürlich genau das, was wir brauchten. Symbiose. Zwei große Fans von uns fuhren extra vier Stunden aus Österreich um unser Konzert zu erleben. Wir waren so dankbar! Dann war plötzlich Stille, nur Ben und ich im großen Yogaraum mit dem Bild der Gurus, voller Erinnerungen und noch schwingenden unhörbaren Tönen.
Zurück nach Herrsching am Ammersee, da, wo wir schon im Sommer unsere Mini Tour beendeten, bei Percy im Namaste Studio. Wir waren aufgekratzt und hundemüde. Dennoch zog mich das dort stehende Harmonium in seinen Bann und ich konnte nicht anders, als es endlich zu spielen. Gayatri. Ich liebe das Gefühl, an einem anderen Instrument zu sitzen, mich auch mal so zu fühlen Dave Stringer, Donna deLory,… Percy ist ein Sonnenschein. Ein absoluter Optimist. Er inspiriert mich, bewegt mich, verblüfft mich. Und endlich lernten wir auch seine Frau Diana und ihre Kinder kennen. So viel Herzlichkeit. So viel Freude. Dann wollte ich nur noch schlafen. Das Konzert war ein weiteres großes Geschenk. Ich fühlte mich weich und durchlässig. Aufgeregt war ich, denn Gunakar und Silke sahen uns zum ersten Mal live. Doch wir brauchten uns keine Sorgen machen. Bald war auch dieses Studio voller Liebe, funkelnder Gesichter, und wir gingen voll auf im Tanz und Gesang. Die Energie war heilig. So viele Umarmungen. Das tiefe Gefühl, dass das Universum etwas Besonderes mit uns vorhat, und es jeder spüren kann. Gänsehaut. Unmittelbar. Ein Segen. Transformation und Katharsis für manche. Die Kraft der Mantras.
Dann ein Familiensonntag im Sonnenschein mit inspirierenden Gesprächen. Es viel uns schwer, uns loszureißen, aus der Idylle in die Hektik Münchens zu fahren. Außerdem ist es selten, dass Percy und Diana so viel Zeit haben. Doch ein weiteres Treffen mit Heike wartete auf uns, und das war uns auch wichtig. Wir genossen einen Spaziergang an der Isar und selbstgemachte Minestrone. Und wussten gleich, wir brauchen noch ein Treffen. Heike hört unsere CDs in Dauerschleife, so begeistert ist sie. Und wir freuen uns, genießen ihre Begeisterung und Unterstützung, das Gefühl, dass wir in guten Händen sind.

Montag war ich aufgewühlt. Mein Exfreund wollte mit mir wieder Musik machen, ein paar seiner Lieder zusammen aufnehmen und damit kamen so viele Erinnerungen hoch. Oft fühl ich mich einfach überfordert. Ich weiß nicht, wie ich es schaffen kann, unserer Kreativität alle Zeit zu geben, die sie braucht, ohne dass etwas anderes darunter leidet. Doch jetzt arbeiten wir ja mit Heike, und das wird hoffentlich die Lösung sein. Dann kam noch dazu, dass ein Exliebhaber in München war und mich sehen wollte. Es fiel Ben nicht leicht zu glauben, dass wir nur noch Freunde sind und er mittlerweile auch eine Freundin hat. Als mir alles zu viel wurde, ging ich einfach in den Wald und fand dort wieder meinen Frieden. Und als mich Percy dann noch zu seiner Yoga Stunde einlud, war die Welt wieder in Ordnung.
Dienstag und Mittwoch waren wir wieder bei Gunakar und Silke und es war einfach nur schön. Friedvoll, erholsam und gemütlich. Silke sagte etwas, was mir bei meiner Hass Liebe mit dem Perfektionismus hilft: „Perfekte Menschen sind langweilig.“ Gut so. Dann rief Petros an und fragte uns, ob wir am Freitag im Jivamukti spielen könnten. Wir waren voll aus dem Häuschen und freuten uns wie die Schneekönige. Das Ganze hatten wir Heike zu verdanken. Kurz davor hatten wir mit Susanne von der Yoga Lounge in München einen Termin für Mantra Yoga im Februar klargemacht. Alles floss. Gunakar, Silke und wir unterhielten uns noch lange über Erleuchtung, spirituell Verblendete und die Szene im Allgemeinen. Wir wollten gar nicht schlafen gehen.
Dann kam das Treffen mit Michael. So viele Erinnerungen. Sonne. Isar. Philosophieren. Michael ist Aktivist, Filmemacher und Weltenbummler. Es ist schon krass, wenn ich mir bewusst mache, wie es war als wir uns das erste Mal auf Hawai’i trafen, dann in Kalifornien, Berlin und jetzt München.
Ben: “Da enthalte ich mich dann mal lieber, oder nicht? Oder doch,… na gut
”
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Heike. Unser erster gemeinsamer Arbeitstag. Viele Pläne, der erste Anruf. Lunch im Bio Restaurant gegenüber vom Air Yoga Studio. Hier trifft sich die Yoga Szene. Mein Kopf Karussell drehte sich immer schneller. Dann wollte ich nur noch Stille, damit alles sacken konnte und wieder langsamer wurde.
Osterwieck, 15.11.11
Glow Yoga mit Percy war eine total neue Erfahrung. Der Raum war voll und keiner konnte wirklich was sehen. Alles wurde deswegen um so stärker gefühlt, die Asanas, die Musik, der Körper, die innere Welt,…
Und Freitag war total aufregend. Erst begleiteten wir die Yoga Stunde von Dechen Thurmann (dem Bruder von Uma Thurmann), der richtig philosophisch drauf war und mit seinen Worten regelrecht schwebte, und dann mit Michi Kern, dem Chefredakteur vom Yoga Journal. Zwischendurch probten wir mit Erhard Dengl, der schon Spring, Dave Stringer, Satyaa & Pari,…begleitet hat, ein paar Mantras für den gemeinsamen Kirtan, was fantastisch lief. Es klickte sofort zwischen uns und alles floss. Da waren wir heilfroh. Dann kam Heike, unsere Managerin, und half kräftig mit. Es war etwas total Besonderes für uns, mit Erhard zu spielen und ich genoss jede Minute mit ihm und der Bereicherung seiner Musik. Wir spielten manche Mantras doppelt so lang weil wir so fasziniert von seinen Beats waren. Er war auch total weggepustet, wie er uns nach dem Konzert erzählte. Seine Augen strahlten so herrlich. Ich war nur am Grinsen. Dazu war es unser zweites Konzert mit Heike im Publikum und ein Freund von mir aus den USA war auch da. Wir spielten bis kurz vor Mitternacht. Mein ganzer Körper kribbelte. Die Kraft der Mantras ist schon besonders…der Abend konnte so schnell nicht vorbei sein, also gingen Erhard und wir noch auf ne vegetarische Currywurst und erzählten frei weg von der Leber. Wir spürten alles, dass unser gemeinsames Konzert nur der Anfang war. Am 06. Februar treffen wir uns in seinem Studio in der Nähe von Herrsching, um an unser gemeinsamen CD zu arbeiten. Mir ist immer noch ganz warm ums Herz, wenn ich an den Abend und die Nacht denke…

Das haben wir alle sehr genossen
Um 2 Uhr waren wir dann im Bett und wurden um 6 Uhr vom Putzteam geweckt. Sobald es ging, spazierten wir rüber zu Heike. Ein letztes Treffen in München bevor es wieder in den Norden ging.
Jetzt waren wir mächtig verwöhnt. Und Oli war endlich wieder mit dabei. Es folgten zwei kleinere Auftritte mit bekannten Gesichtern, ländlicher Idylle, lautes Singen in der Dusche, Spieluhr Musik Ideen, Erschöpfung, Kontakt mit einer Radio Redakteurin, Frau Holle und Sound of your Being.
Hamburg, 19.11.11
Lucie Beyer ist für mich ein Engel. Sie leuchtet vor lauter Liebe. In ihrer Gegenwart zu sein ist ein Segen. Mein Herz füllt sich so sehr, dass Liebe nach überall hin ausströmt und alles weicher und wärmer wird.
Wir kennen sie seit dem Yoga Vidya Festival 2011, und seitdem hat sie viele wundervolle Dinge für uns in die Wege geleitet, wie auch unser Mantra Konzert im Sutra, zusammen mit ihrem Partner und Sutra Studio Besitzer Kai. Wir reisten schon Donnerstag an, um Ben’s Schwester Meike und ihre Familie zu sehen und Lucie’s Einladung zum Acro Yoga Workshop wahrzunehmen. Als Lucie mich flog, konnte ich mich voll ins Vertrauen fallen lassen, es war einfach himmlisch! Genauso wie das Essen in Deutschland’s erstem Ayurvedischen Restaurant um die Ecke vom Sutra, dem Maharaja. Dort gingen wir mit Corinna, einer Lucie’s Yogaschülerinnen, anschließend essen. Jedes zweite Essen auf dem Menü hatte etwas, was ich noch nicht kannte. Abenteuer Essen. Super Atmossphäre, Insider Talks, was die Mantra Szene bewegt
und wir lernen uns einfach ein bisschen besser kennen.
Börßum, 20.11.11
Im Yoga Yeah Laden erfahren wir, dass Petros gerade aus München gekommen ist, um hier in Hamburg Kirtan zu geben. Die Mantra Welt ist wirklich klein. Wir sind bei Lucie zum Abendessen eingeladen und erzählen aus dem Nähkästchen, über Liebe, Begegnungen & das Schicksal.
Heute abend ist unser erstes Konzert mit Gastmusiker Sascha Herchenbach. Wir bauen unsere Bühne vor Schwertern und Schildern des Kalari auf, ungewöhnlich und spannend. So viel Neues. Ben’s Schwester und Neffe, Lucie’s Familie, Lea, die wir aus Bayern kennen, unsere Labelpartnerin Shoshan und viele unbekannte Gesichter sind da. Wir lieben jeden Moment des Konzertes, Sascha’s Begleitung auf dem Bass, Lea’s strahlendes Gesicht und lustige Socken, Lucie’s und Corinna’s Acro Yoga Performance zu Durga Kali, die Hemmungslosigkeit und Kreativität beim Tanzen, Shoshan’s und unsere Verbundenheit, die Stille und Geborgenheit nach dem Gayatri Mantra; eine Oase inmitten des Chaos (das Studio ist mitten auf der Reperbahn).

Aloha - Welcome to The Love Keys Tribe!
Samstag mittag verbringen wir mit Lucie und Kai im Johanna Cafe. Für mich sind die Beiden ein echtes Traumpaar. Wir schmieden Pläne für das kommende Jahr und freuen uns jetzt schon. Erleuchtung oder wach sein bedeutet für mich vor allem liebevoll mit jedem und allem umzugehen. Das ist mir durch Lucie noch bewusster geworden.
Während in Hamburg Lucie’s Acro Yoga Workshop stattfindet, sind wir auf dem Weg nach Tangermünde, wo wir in der Salzkirche spielen werden. Kunst- und Kulturtempel wird sie auch genannt. Ein Klavier gibt es dort auch und ich liebe Klaviere! Die Presse ist auch da, und gleich zwei Berichte erscheinen am nächsten Tag. Nach einem entspannten Frühstück fahren wir wieder gen Heimat. Nach über 5 Wochen bin ich mal wieder in Börßum.
Richtig vorbei war die Herbst Tour für mich erst nach unserem Jam mit Dirk und Susanne aus dem Dorf. Wir haben über 1 Jahr gebraucht, um uns zu finden und ich hätte nie gedacht, dass es in Börßum Mantra Sänger und Musiker gibt. Wir verbringen einen ganzen Abend mit Musik machen, erzählen und uns vom Feuer wärmen lassen. Sogar ein spontanes Video kommt dabei heraus. Es ist ein schönes Gefühl, wieder zuhause zu sein und sich trotzdem noch abenteuerlich zu fühlen.

Salzkirche Tangermünde mit Klavier + Aleah und Ben